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Coronavirus und die Antwort des Glaubens

 

Ökumenisches Hausgebet Formular Woche 2

 

Einfaches Hausgebet in Coronazeiten für Einzelne

 

 

 

Wie Glauben auf das Coronavirus reagiert 1

 

Wie Glauben auf das Coronavirus reagiert 2

 

Wie Glauben auf das Coronavirus reagiert 3

 

Wie Glauben auf das Coronavirus reagiert 4

 

 

 

 

 

Gebet 1:

 

Gott gib uns Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern können,

 

den Mut, Dinge zu ändern, die wir ändern können

 

und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

(nach: Friedrich Christoph Oettinger)

 

 

 

Gebet 2:

 

Gott, stehe uns bei!

 

 

 

Gebet 3:

 

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen.

 

Lehre uns daran festzuhalten: Nichts kann uns trennen von deiner Liebe

 

Lehre uns ganz neu zu leben im Angesicht der Seuche;

 

denn du bist unsere Burg.

 

Du bist unser Trost.

 

Du bist der Weg.

 

Du bist Licht und Heil.

 

Du bist das ewige Leben.

 

Du kennst die Macht des Todes.

 

Du hast uns im Kreuz ein Zeichen aufgerichtet, vor dem alles still werden kann.

 

Und du hast deinen Engeln befohlen, dass sie uns behüten auf allen Wegen.

 

Wir befehlen dir an:

 

Die Kranken und Sterbenden und die, die schon gegangen sind;

 

Die, die sie begleitet haben und noch begleiten;

 

Die, die jetzt in besonderen Diensten ganz neu gefordert sind;

 

Die, die jetzt nur abwarten können;

 

Die, die nur noch unruhig sind;

 

Die, die besonders bedroht sind.

 

Die, die das alles nicht verstehen oder verstehen wollen.

 

Heile die Wunden der Welt und lass uns die nicht vergessen, die im Schatten der großen Ereignisse auf dein Heil hoffen.

 

Dein Name sei gelobt.

 

Amen

 

 

 

Gebet 4:

 

Ich denke auch an die, die an der Kasse im Supermarkt sitzen und an alle, die die Versorgung sichern. Gute Fahrt auf den Straßen! Geduld an den Grenzen!

 

Bleibt bewahrt!

 

 

 

Gebet 5:

 

Ich denke an die in häuslicher Isolation. Ich weiß schon von einigen um Freudenstadt.

 

 

 

Gebet 6:

 

Ich denke auch an die Obdachlosen und an die, die sich um sie jetzt große Sorgen machen. Zu Hause bleiben sollen wir. Wo finden sie ein zu Hause?

 

 

 

Gebet 7:

 

(Das habe ich geschrieben, als mich jemand fragte, ob die Kirche nicht jetzt auch zur Buße aufrufen sollte)

 

Allmächtiger, barmherziger Gott, lieber Vater im Himmel!

 

Hilf uns dazu, dass wir die Zeit der Coronakrise als Zeit der Besinnung nutzen.

 

Zeig uns, wo wir gegenüber Fehlentwicklungen zu zaghaft gewesen sind.

 

Schenke uns Mut und gib uns die Worte, die jetzt helfen können, uns und andere auf deinen Weg und zu deinen Weisungen zurückzuführen.

 

Lass uns nicht verloren gehen. Lass auch unsere Gesellschaft nicht verloren gehen.

 

Stärke die Kräfte des Gemeinsinns.

 

Hilf zu erkennen, wo unsere Hilfe gefragt ist – auch im Ruf zur Umkehr.

 

Und wenn wir zu keinem gemeinsamen Weg finden, -

 

lass uns gemeinsam vor dem Kreuz und vor dem Weg Jesu Christi still werden.

 

Auf ihn schauen – mach das jetzt groß.

 

Auf dich vertrauen – schenk darin Ernst.

 

Deinem Geist die Herzen öffnen – hilf uns dazu.

 

Und sieh ob wir auf bösem Wege sind und leite uns auf ewigem Weg.

 

Das bitten wir im Namen deines Sohnes Jesus Christus, unserem Herrn

 

Dein Name sei gelobt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Predigten:

Auch Spötter können sich ändern, 06.07.2019

Paulus hat lange Zeit das Christentum abgelehnt und auch verfolgt. Hier dankt er dafür, dass er erkannt hat, wie wichtig Jesus Christus für ihn ist.

Denn niemand kann die Lebenswunden heilen wie Jesus Christus, auch wenn man früher gegen ihn gewesen ist.

Singen in und gegen Verschlossenheit - Paulus und Silas im Gefängnis oder: Die Geschichte von der verschlossenen Tür, 29.4.2018

Der tat der Herr das Herz auf ... - Lydia, 23.2.2014

Rauch im Wind - Jahreswechsel 1.1.2015

Verwurzelt - 9.8.2015

Jahreslosung 2018

„Gott spricht: Ich will

dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6.

 

Lieder und Gedanken:

Jahreslosungslieder 2018

Quellbilder Kniebis 1

Bibelworte und Gesangbuchlieder Quelle

Artikel Quellgebiet Kniebis

Quelle Impuls 1

Quelle Impuls 2

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Jahreslosungslied 2019

Suche Frieden und jage ihm nach! - Psalm 34,15

 

Liedtext:

Refrain: Suche den Frieden, jage ihm nach! Er ist da, wo Jesus sprach:

"In der Welt hüllt Angst das Leben in sich ein. Seid getrost, denn was auch geschieht: Ich bin da, sie ist besiegt. In mir werdet ihr schon jetzt im Frieden sein."

 

1. Früh am Morgen kurz im Frieden stehn,

still mit deinen Worten in mich gehn,

gibt mir Ruhe für den Tag, hilft zu tun, was ich vermag.

Alles andre geb ich ab in deine Hand. 

 

2. Mitten unter uns kann Frieden sein.

Nächstenliebe lädt zum Frieden ein.

Alles hat hier seine Zeit, doch auch nach der Ewigkeit fragt mein Herz solange, bis es ruht in dir.

 

3. Abends lasse ich den Tag vergehn,

sehne mich nach Schlaf und es ist schön,

wenn mein Leben Ruhe spürt, alles andre sich verliert, weil vor dir das Schwere nicht bestehen kann.

 

4. Segne uns, behüte deine Welt!

Schenke Licht, das Dunkelheit erhellt!

Sei uns gnädig, sieh die Not. Frieden, stärker als der Tod, soll mit allem Leben auf der Erde sein.

 

 

 

 

Jahreslosungslied 2018 

nach: Gott spricht: ich will dem Durstigen geben von der Quelle lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6

 

1. Wie ein Strom fließt der Segen durch die Zeiten,

findet seinen ihm bestimmten guten Lauf.

Er schenkt Kraft, tröstet dort, wo Menschen leiden,

wo er fließt, blühen Land und Leben auf.

 

2. Dieser Strom fließt wie Frieden durch die Herzen,

stillt den Lebensdurst, schenkt Freude, macht uns Mut.

Füllt die Leere, lindert Bitterkeit und Schmerzen,

gibt Geduld, stärkt die Hoffnung, tut uns gut.

 

Refrain: Gottes Geist gibt dem Strom beständig Wasser -

dieses Wasser ist lebendig, klar und rein.

Wer aus dieser Quelle trinkt, an ihr ruht, sein Leben bringt,

wird getragen von der Kraft des Segens sein.

 

3. Jesus Christus ist die Quelle allen Lebens,

schenkt uns Weisheit, die den Willen Gottes liebt.

Wer im Kreuz nach Frieden sucht, sucht nicht vergebens,

weil er aus der Liebe schöpft, die uns vergibt.

 

4. Gottes Geist, fülle Du uns neu mit Leben.

Wo wir arm an Güte waren, mach uns reich!

Hilf uns, dass wir uns aus allem Staub erheben

und uns tragen lassen bis in Gottes Reich!

 

Bridge:

Aus dem Garten Gottes strömt noch immer Leben.

Aus dem Heiligtum fließt Heilung in die Zeit.

Unerschöpflich wie ein Bach an unsern Wegen

führt uns Gottes Liebe bis in Ewigkeit.

 

 

Jahreslosungslied 2017 

nach: Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ezechiel 36,26

 

1. Ein neues Herz, wenn alte Lasten drücken,

ein neuer Geist gibt Gottes Segen Raum;

und kalte Herzen sehnen sich nach Wärme,

es taut das Eis, es wird sein wie im Traum - wenn Gott erlöst.

 

2. Ein neues Herz, wo vorher nur noch Leere,

ein neuer Geist, schafft Gutem neuen Raum.

Erstarrte Herzen lassen sich erweichen.

Sie werden mild, es wird sein wie im Traum - wenn Gott erlöst.

 

Refrain: Wenn Gott erlöst, dann schenkt er neues Leben.

Wenn Gott erlöst, wird auch die Erde neu.

Wenn Gott erlöst – Wir werden es erleben: In seinem Reich, in Ewigkeit.

 

3. Ein neues Herz, das weiß um Gottes Treue, ein neuer Geist, der Gottes Willen liebt,

er weist den Weg zu seinen guten Worten, und kehrt zurück zur Heimat, die er gibt – wenn Gott erlöst.

 

4. Ein neues Herz von gutem Geist umgeben,

ein neuer Geist, er macht die Enge weit,

trägt still sein Kreuz, weil Jesus es getragen,

und bleibt geborgen wie in Ewigkeit - wenn Gott erlöst.

 

 

Jahreslosungslied 2016 nach: Ich will euch trösten wie einen (s)eine Mutter tröstet,  Jesaja 66, 13 - Stefan Itzek

 

Refrain: Wie eine Mutter tröstet so scheint dein Licht in der Dunkelheit.

Wie eine Mutter tröstet

so spricht dein Wort zu mir.

 

1. Und alle Schatten vergehen - vor dir bestehen sie nicht.

Du hast die Welt mit Licht erhellt, das unser Dunkel durchbricht.

Und alle Wunden, sie heilen,

wenn mich dein Geist berührt.

Du kennst mein Herz, heilst jeden Schmerz,

Du hast ihn selber gespürt.

 

2. Du hältst uns fest in den Armen, sagst zu uns: Alles wird gut.

Was Schlimmes war, wird leicht und klar,

Du schenkst uns neuen Mut.

Du kennst die Ohnmacht des Lebens,

am Kreuz hieltst du sie aus.

Durch alle Not, durch Leid und Tod weist uns deine Liebe nach Haus.

 

3. Und alle Tränen vergehen - Kein Leid und Krieg wird mehr sein.

Du nimmst uns mit, führst Schritt für Schritt durch alles in dein Reich hinein.

Da ist das Leben zu Hause -

Ein Tisch gedeckt vor mir.

Du lädst uns ein bei dir zu sein - Du öffnest uns immer die Tür.

 

 

Jahreslosungslied 2015 

nach: Nehmt einander an wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Römer 15, 7 - Stefan Itzek

 

Refrain: Nehmt einander an wie Christus es getan.

Nehmt einander an zu Gottes Lob.

Nehmt einander an wie Christus es getan.

Nehmt einander an zu Gottes Lob.

 

1. Christus heilte viele Kranke.

Er hat Schwachen gut getan.

Wo sie schon verloren waren, blieb er stehn und nahm sie an,

Christus ließ die Kinder Kind sein, sprach: So solln alle sein!

Jedes Kind in jedem Menschen lädt er ein.

 

2. Christus kam den Armen nahe, denen, die im Dunkel stehn.

Alle auf verlornen Wegen

konnten Licht und Liebe sehn.

Christus sprach die Sanften glücklich,

Friedensbringer solln wir sein.

Alle die am Unrecht leiden, lädt er ein.

 

3. Christus ließ die Menschen leben.

Er nahm ihre Vielfalt an.

Da wo alles nur noch eng war,

hat er Türen aufgetan.

Christus hat am Kreuz vergeben, unsre Sünden wurden sein.

Herzen, die Versöhnung suchen, lädt er ein.

 

 

Jahreslosungslied 2014 nach: Gott nahe zu sein ist mein Glück - Psalm 73, 28 - Stefan Itzek

 

Gott nahe zu sein ist mein Glück vor ihm weicht alles Leid zurück.

Gott nahe zu sein ist mein Glück Tag und Nacht.

Gott nahe zu sein ist mein Glück die Macht der Welt - sie bleibt zurück.

Im Nahesein ist mir mein Glück still erwacht.

 

2. Er ist nah, wenn ich mich nicht verstehe.

Er ist nah in Güte und Geduld.

Er ist da, wenn ich vor Scham vergehe.

Gott ist Liebe, nimmt mir meine Schuld.

 

3. Er ist nah, hat sich an mich gebunden.

Er ist nah, weiß was mein Herz bewegt.

Er ist da, ich hab mein Glück gefunden.

Frieden hat er mir ins Herz gelegt.

 

4. Gott, ich danke dir von ganzem Herzen.

Jesus teilte deine Liebe aus,

Teilte unsre Freude, unsre Schmerzen.

Durch sein Kreuz führt mich dein Geist nach Haus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo am 4. April 2020

Losung und Lehrtext für Samstag, den 4. April 2020

Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
Psalm 115,2.3

Gottes unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken. Römer 1,20

Wo ist Gott?

Ist die Coronapandemie ein Zeichen Gottes?

Oder ist sie ein Hinweis darauf: Wir sind allein mit uns und unseren Mitteln und den Selbstheilungskräften der Natur?

Es mag sein, dass Pandemie, Heuschrecken und Zukunftsszenarien als Anfangszeichen einer noch katastrophaleren Zeit angesehen werden können.

Es mag sein, dass es manchen jetzt eher hilft, die Gottesfrage wie immer mal wieder ganz auszuklammern und auf die schönen Seiten des Lebens auch in der Natur hinzuweisen.

Wo ist Gott? Diese Frage beantwortet sich weder im gebannten Schauen auf die Katastrophen, die sich abzeichnen noch im Schauen auf einen schönen Sonnenuntergang.

Sie beantwortet sich im Schauen auf Jesus am Kreuz und im Vertrauen auf seine Auferstehung.

Ganz zum Schluß, als Jesus dem Leid, das immer wieder in alles Leben hineinschleicht, nicht mehr ausweichen konnte, tröstete kein Sonnenuntergang oder eine Spekulation über das, was noch kommt.

Es tröstete sein Festhalten an Gott allein, als er rief: "In deine Hände befehle ich meinen Geist." Und es galt sein Hinweis an seine Mutter, dass Johannes nun ihr Sohn sein soll und der Hinweis an Johannes, dass er sich um die Mutter wie eine eigene kümmern soll.

Das ist die Erfüllung des Doppelgebots der Liebe - ganz zum Schluß gelebt.

Wo ist Gott? - Dort wo Liebe ist. Dort kommt alles in Ordnung. Nach der Katastrophe, aber auch schon hier so wie in dem Garten der Auferstehung, der ein Bild geheilten Lebens ist.

Es ist schön, wo wir alles in Gottes Hand befehlen - besonders jetzt die Pflegeheime und die Schwachen, die nicht ausweichen können vor der Bedrohung durch die Pandemie.

Es ist schön, wo Liebe im Kleinen geschieht.

Es wird schön; denn das hat uns Gott versprochen: Ich mache alles neu - und er kann schaffen, was er will. (Offenbarung 21)

 

 

 

Hallo am 3. April 2020

Losung und Lehrtext für Freitag, den 3. April 2020

Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln. Psalm 89,16

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5,8-9

 

Mut zum "gebrochenen" Halleluja

 

Eine junge Krankenschwester sagte im Krankenhaus vor einigen Tagen: "Es ist allgemein so eine gedrückte Stimmung." Eine ältere sagte: "Das wundert sie nicht".

Kann man in der gedrückten Stimmung, die gerade herrscht, jauchzen? Kann man jubilieren? Kann man Gott loben?

Oder muss man Klagelieder singen oder ganz verstummen und Schritt für Schritt geduldig und beharrlich durch die Krisenzeit gehen?

Es wird unterschiedlich sein. Kinder spielen immer noch hier und da und die Älteren sagen: Sie sind eigentlich ruhig und haben sich zurückgezogen.

Eine sagte: "Sie freut sich schon darauf wieder gemeinsam in der Kirche Gottesdienst feiern zu können".

Manche sind genervt.

Es ist alles recht, wenn es echt ist und nicht aufgesetzt.

Echt ist aber auch das "gebrochene Halleluja", das Leonard Cohen David in seiner Schuld singen ließ.

Echt ist das Lied: "In dir ist Freude in allem Leide, o du süßer Jesus Christ." (Evangelisches Gesangbuch 398)

Echt ist Psalm 73, in dem der Betende sagt: "Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.  ... Wenn mir auch Leib und Seele verschmachten ... ist das meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den Herrn."

Können wir jauchzen in gedrückter Allgemeinstimmung?

Manche konnten das Lied "In dir ist Freude" selbst bei Beerdigungen singen. Andere können es nicht. Aber sie denken drüber nach und bleiben innerlich dran, weil sie spüren: Von so einer Hoffnung geht wirklich etwas Licht aus, das in die Schatten der gedrückten Stimmung fällt.

Beides ist echt und soll gesegnet sein - so wie die Trauer der Jünger nach dem Tod Jesu gesegnet ist - so wie ihr Jubel zum Pfingstfest gesegnet ist, als sie begriffen wie groß die Macht der Auferstehung ist, wie stark sie Trauernde in neues Leben hineinziehen kann.

Seien wir barmherzig mit denen, die im Moment nicht jauchzen können, aber auch mit denen, denen es trotz allem auch jetzt gegeben ist, weil sie um Jesus als Licht der Welt wissen.

Beide wandeln im Licht des Herrn.

Echt ist eben auch der Glaube Hiobs, der sagen konnte, als ihm viel genommen worden war: "Der Herr hats gegeben. Der Herr hats genommen. Gelobt sei der Name des Herrn." (Hiob 1,21)

Ist das das Lob, das jetzt in unsere Zeit passt? Auf jeden Fall kann es manchen helfen dazu nicht ganz zu verstummen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo am 2. April

Losung und Lehrtext für Donnerstag, den 2. April 2020

„Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.“ Psalm 71,17

„Simeon nahm das Kind Jesus auf seine Arme und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.“ Lukas 2,28-30

 

Ich bin dankbar, dass meine Mutter uns christliche Abendlieder vorgesungen hat. Ich bin dankbar, dass sie - und auch unser Vater - uns den christlichen Glauben vermittelt hat. Ich bin dankbar, dass wir noch ein paar Mal die Abendandacht um 19.30 Uhr zum Läuten der "Corona"-Glocken halten konnten. Sie war von Jugend auf mit Gott unterwegs. Jetzt ist sie unterwegs ins Licht.

 

Sie gehabt zu haben, ist wie etwas Heiliges im Arm zu haben - so wie Simeon. Er war alt geworden und hatte sein ganzes Leben auf das Kommen des Messias gewartet. Als er das neugeborene Jesuskind im Tempel nur einmal im Arm halten konnte, erfüllten sich alle seine Hoffnungen in einem Augenblick.

 

Nur einen Augenblick das Heilige im Arm halten zu können, das reichte aus, und er sagte: "Nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen."

 

Mit Jesus ist das Heilige in die Welt gekommen - und es begann sofort zu wirken. 

Ich bin dankbar, dass mir das Wissen um dieses Heil, das von Jesus ausgeht, vermittelt wurde.

Simeon ließ wieder los. Aber er behielt diesen einen Moment wie ein Wunder in seinem Herzen.

 

Schön, dass es solche Wunder auch in den kommenden Zeiten geben wird. Und auch wenn viele jetzt gerade ihre Lieben nicht so in den Arm nehmen können wie es Simeon mit dem Jesuskind tun durfte - innerlich können wir es tun. Innerlich können wir alles umarmen; denn es ist nichts so groß oder so schlimm, dass es nicht in ein Gebet eingeschlossen werden kann.

 

Zum „Umarmen“ ist mir eine Strophe aus dem Lied "Wie soll ich dich empfangen" (Evangelisches Gesangbuch 11) eingefallen:

5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast.

 

 Wenn wir nicht mehr umarmen können - Gott tut es und es ist gut.

 

 

 

 

 

Hallo am 1. April 2020

Endlich Freude ...

 

"Endlich Freude", habe ich gedacht, als ich den heute ausgelosten Bibelvers gelesen habe.

Endlich ein Hoffnungsschimmer am Horizont.

Alle Welt (und das so sagen zu können versetzt mich immer wieder in Erstaunen), alle Welt wartet darauf. Gute Nachrichten über die Pandemie - mancher würde dafür ein halbes Königreich geben.

Und dann wird so eine gute Nachricht einfach ausgelost:

"Ich will mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens." Jesaja 65,19
und dazu wurde ausgewählt:
"Jesus sprach zu den Jüngern: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen." Johannes 16,22

Es wird wohl noch dauern, aber das Gute ist bei diesen Worten: Kein Mensch könnte so eine Zusage heute garantieren. Gott konnte es und er tat es.

Die Jünger sahen Jesus nach seinem gewaltsamen viel zu frühen Tod wieder. Der Schock und die Lähmung vergingen. An ihre Stelle trat ein Herz, das sich wieder freuen konnte. An die Stelle des Bedrücktseins trat eine Freude, die niemand mehr einem wegnehmen kann.

Endlich wieder Freude ...

Viele versuchen es ja in unserer Zeit mit schönen Bildern aus der Natur oder der Familie oder von früher.

Mir wurde ein schönes fröhliches Schöpfungslied geschickt. Alles schön und wichtig. Aber irgendwie tröstet mich noch mehr eine Zusage, die mit dem Leben selbst unterschrieben ist. Und das hat Jesus getan. Er ist für seine Zusage der Freude, die uns niemand nehmen kann, gestorben um zu zeigen - das Leben, ich, stehe wieder auf - und es wird schön.

So sind Naturbilder schön, weil sie an die Liebe Gottes erinnern.

So ist das Bild des am Kreuz gestorbenen Christus schön, weil in ihm noch eine ganz andere Liebe, die Liebe zu dem an sich selbst leidenden Leben, zum Ausdruck kommt.

So ist es schön, dass Auferstehung möglich ist. Jesus ist auferstanden. Das will ich glauben im Geist, der trösten und dann auch wieder Freude schenken kann. Ein wenig schon hier. Noch mehr jenseits des Horizontes.

 

Das Gebet dazu: "Gott des Friedens, Freude des Evangeliums willst du in uns legen. Sie ist da, ganz nahe, neu entfacht durch deinen Blick, der voll Vertrauen auf unserem Leben ruht."

Frere Roger, Taize

 

 

 

 

Hallo am 31. März 2020

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 31. März 2020
Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen. Sacharja 6,15
Durch Jesus Christus werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. Epheser 2,22


Gerade sind ja die meisten Kirchen geschlossen. Da ist es umso wichtiger darum zu wissen: Gott baut sich seinen lebendigen Tempel aus Menschen, die sich von ihm aufbauen lassen.

Genauso wie damals der Mittelpunkt des Glaubens, der Tempel in Jerusalem, zerstört war, sind viele ja aus der Sicherheit ihres Lebens herausgerissen worden.

Einer schreibt: Ich kreise nur noch um die Coronakrise. Sie zieht mich in ihren Bann. Manche hat das schon mit in den Untergang gezogen. Manche zieht es gerade nach unten.

Das am Boden zerstörte jüdische Volk ließ sich aus dem Bann all dessen, was sie verloren hatten herausziehen. Sie fanden mit der Aufgabe den zerstörten Tempel wieder aufzubauen eine befreiende erfüllende Blickrichtung. Gott zog sie in seinen Bann mit einer schönen Aufgabe.

Kirchen müssen ja bei uns nicht wieder aufgebaut werden. Noch stehen sie ja und werden auch wieder öffnen und das wird schön werden. Aber denen, bei denen innerlich etwas zerbrochen ist, hilft es, dass sie einerseits daran festhalten: Wir bauen mit an einem guten Geist in unserer Gesellschaft. Wir machen den Geist stark, der die Schwachen niemals opfert. Dieser Geist baut eine gute Gemeinschaft. Es ist der Geist Jesu.

Und andererseits hilft es, dass wir uns genau durch diesen Geist wieder aufbauen lassen; denn Gott hat versprochen: "Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen." (Matthäusevangelium, Kapitel 12, Vers 20, nach Jesaja 42, 1-4)

Wie kommen wir durch diese Zeit?

Wir wissen es nicht. Doch Gott wird wieder aufbauen, was sich von ihm gerne aufbauen lässt. Und es ist schön, dass die gemeinsame Bedrohung schon jetzt bei vielen Menschen den Geist der Liebe hat wachsen lassen. In diesem Geist sind viele geborgen - auch ohne fertigen Tempel, aber wie in einer unsichtbaren, guten Burg.

 

"Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der altböse Feind mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nichts seinsgleichen."

EG 362,1 - Martin Luther

 

Losung und Lehrtext für Dienstag, den 31. März 2020

Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen.
Sacharja 6,15

Durch Jesus Christus werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.
Epheser 2,22

 

Hallo am 28. März 2020

Losung und Lehrtext für Samstag, den 28. März 2020

Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen. Psalm 147,11

Jesus spricht: Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter. Markus 3,35

Asterix und Obelix und das kleine gallische Dorf, das sich von nichts überwinden ließ, - sie hatten nur eine Furcht: Dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt.

Das sähe heute vielleicht anders aus.

Das Coronavirus würde selbst der Druide Miraculix nicht einfach so besiegen und auch gegen Heuschrecken käme man mit dem Zaubertrank nicht unbedingt sehr weit.

Was hilft es aber heute Gott zu fürchten und auf seine Güte zu hoffen?

Wer Gott fürchtet, fürchtet eigentlich nur eins: Dass er uns im Stich lässt, dass er sich abwendet und die Welt sich selbst überlässt. Das wäre furchtbar. Denn wo käme dann die Kraft her, sich jeden Morgen neu dem Leben zu stellen und zu glauben, dass wir es schaffen, zu hoffen, dass der Tag nicht zu schlimm wird und auch noch liebevoll zu versuchen Gottes Willen zu tun?

"Alle Macht dem Virus?" hieß eine Überschrift mit Fragezeichen.

"Alle Macht der Güte!" schreibe ich dagegen mit Ausrufungszeichen.

Denn auf was ich schaue, das nimmt auch Besitz von meinem Herzen.

Ich schaue zwar auch jeden Morgen auf die Ausbreitungsbilder des Virus. Aber ich schaue auch auf die Güte der Helfenden und sehe da etwas von dem guten Geist Gottes.

Ich schaue auf die vielen guten Bemühungen zu Hause geduldig zu bleiben und das beste aus der Zeit zu machen.

Wir brauchen jetzt den Geist, der uns hilft uns in Geduld zu üben, das zu tun, was nicht nur mir sondern auch den anderen hilft, den Geist einfach schlimme Dinge auszuhalten, den Geist einander zu vergeben, den Geist, der darauf hofft: Es kommen andere Zeiten hier und im Himmel.

Die Coronapandemie mag eine Katastrophe von biblischem Ausmaß zu sein.

Doch in alle Katastrophen mischte sich immer die Zusage Gottes hinein: Ihr seid nicht allein.

Gerade im Kreuz, an dem Jesus gestorben ist, hat er es uns gezeigt.

"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" rief Jesus dort. (Matthäus, Kapitel 27, Vers 46) Selbst im Gefühl ganz verlassen zu sein, hielt Jesus an Gott fest. Und damit hält er auch uns fest. Schauen wir auf sein Sterben, zieht er uns weiter; denn er starb, damit wir leben können. Er zog seine Jünger und seine Lieben durch diese Zeit hindurch in neues Leben hinein - und er tut es auch heute, hier und in seiner Ewigkeit.

Die tapferen Gallier fürchteten nur eins: Dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Ich fürchte nur eins, dass unter uns keine Güte mehr ist, dass sich uns der Geist Gottes entzieht und der Himmel auf ewig verschlossen ist.

Doch das ist er nicht; denn Jesus sagte als er starb zu dem Verbrecher neben ihm, der auch gekreuzigt wurde und der sich ihm im letzten Moment seines Lebens anvertraute: "Heute wirst du mit mir im Paradies sein." (Lukas, Kapitel 23, Vers 43)

Schauen wir auf Jesus, können wir auch im Schlimmsten etwas entdecken wie diese kleine Szene am Kreuz - Himmel schon mitten unter uns.

 

 

 

 

Hallo am 27. März 2020

Ist Dein Herz heil?

Ist es ruhig?

Ist es zerbrochen?

Ist es voll Liebe oder ist es verletzt?

Ist es dunkel in Deinem Herzen oder ist es hell?

Wollen wir unserem Herzen am liebsten sagen "Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Frühlings/Sommerzeit" (EG 503) oder passt besser: "Herr, lass die Sonne blicken ins finstre Herze mein"? (EG 501)

Was geht in den Herzen der Menschen im Krankenhaus vor, die da liegen oder die da helfen?

Was geht in den Herzen der Entscheider in der Politik vor oder in den Herzen derer, die sich langsam daran gewöhnen müssen zur vom Virus gefährdeten Gruppe zu gehören?

Was geht in den Herzen der anderen vor, oder speziell in den Herzen derer, die nur darauf warten, dass sich alles schnell wieder normalisiert und man alles wie ein Spuk mit Opfern hinter sich lassen kann?

So leicht sind die Opfer eben doch nicht hinzunehmen. Da blutet einem manchmal das Herz oder es weint oder es verstockt und verschließt sich.

Was auch ist - unsere Liebe, die in unserem Herzen sein soll, reicht oft nicht aus. Da mischen sich andere Töne mit ein.

Deshalb ist es gut zu hören:

"Wenn uns unser Herz verdammt, ist Gott größer als unser Herz und erkennt alle Dinge." (1. Brief des Johannes, Kapitel 3, Vers 20/ Lehrtext heute)

Er erkennt den guten Willen - und es reicht aus.

Er erkennt auch unsere guten Taten an - auch wenn sie nicht ausreichen.

Er erkennt aber eben auch die Finsternis in unseren Herzen - und

Er liebt uns trotzdem und ist "barmherziger in seinem Urteil, als wir es mit uns selbst sein dürfen. Das ermutigt, an eigenen Fehlentscheidungen nicht zu zerbrechen." 

Da wird noch so manches kommen, was wir wohl lieber nicht wissen wollen. Doch die Liebe bleibt, wie Jesus bleibt, der gesagt hat: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. "Und das ist Gottes Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander" (1. Brief des Johannes, Kapitel 3, Vers 23).

So gut es denn eben geht und immer wieder neu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo am 26. März 2020

 

Keine Angst vor Traurigkeit!

Gestern wurden wir auf die Demut hingewiesen. Heute auf die Trauer.

Sollten wir uns nicht gegenseitig ermutigen mit schönen Bildern und schönen Gedanken?

Traurigkeit hat ihre eigene Schönheit; denn sie weiß um die schöne Leichtigkeit vergangenen Lebens. Sie stellt sich aber auch, wenn sie durchlebt worden ist, dem Leben neu. Das Ende des Weges ist ein neues sich Wiederfinden.

Schön hat das Rilke einmal gesagt:

"Wenn etwas uns fortgenommen wird, womit wir tief und wunderbar zusammenhängen, so ist viel von uns selber mit fortgenommen.

Gott will aber, dass wir uns wiederfinden, reicher um alles Verlorene und vermehrt um jenen unendlichen Schmerz."

 

Deshalb schreibt Paulus auch im 2. Brief an die Korinther (dem Tränenbrief) im Kapitel 7, Vers 10:

"Die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Umkehr, die niemand reut. Die Traurigkeit der Welt aber bewirkt den Tod."

Es ist schwer, aber wer sich der Traurigkeit überlässt, die um Gott weiß, hofft auch auf neues Leben.

Jesus starb und alles war dunkel und nur noch traurig - drei Tage lang. Dann stand er auf und trat wieder ins Licht, ins Blickfeld seiner Lieben.

Wie lange wird unsere Traurigkeit dauern? Ich habe schon viele gesehen, die zumindest müde geworden sind - mich eingerechnet.

Schön ist, dass wir hoffen dürfen - und Hoffnung hilft, dass wir uns nicht vollkommen verlieren müssen in der Traurigkeit der Welt.

 

 

Hallo am 25. März 2020

Zwei Wege

Man sollte meinen, dass die Coronazeit demütiger machen könnte.

Man sollte meinen, dass wir noch mehr als durch die Klimaveränderung einsehen: Wir haben nicht alles in der Hand.

Und manche hoffen, dass diese Zeit uns wieder aufmerksamer aufeinander werden lässt.

Doch sie scheint auch den Hass stärker zu machen. Sie scheint auch zu einer großen Zeit von Schuldzuweisungen zu werden.

Gewarnt wird vor häuslicher Gewalt, vor Depression, davor, dass wir keinen Monat Isolation durchhalten.

Da sind Kräfte am Werk, die die Seelen hierhin ziehen oder dorthin ziehen und das mit großer Gewalt.

Doch wohin führen Hass, Wut und Schuldzuweisungen? Nur in ein noch größeres Elend.

Ich wähle den Weg, den die Losung und der Lehrtext heute öffnen.

 

Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!
Jesaja 29,16

Alle miteinander bekleidet euch mit Demut.
1. Petrus 5,5

Ich wähle den Weg der Demut.

Besser als sich dem Hass zu überlassen, ist es still zu werden vor Gott.

Besser als irgendwo Sündenböcke zu suchen und auf sie einzuschlagen, ist es am Kreuz bei Jesus zu stehen wie Maria und Johannes und noch nichts zu verstehen, aber doch bei ihm zu bleiben.

Das hilft auch gegen Resignation und Schlimmeres.

Warum? - weil er die, die im Elend sind, sieht und begleitet und wieder aufrichten wird. Weil er Fehler und Schuld vergibt - und davon sind  viele gemacht worden und werden noch gemacht. Und indirekt oder direkt führen sie zu Todesopfern.

Jesus vergibt. Dadurch werden wir frei dazu mit dem Wissen um Schuld und Ohnmacht dennoch weiter leben zu können, immer stiller, immer wissender, immer barmherziger, immer demütiger.

Wir konnten lange Zeit zwar von Demut reden - jetzt führt uns Gott hinein. Und es ist gut; denn es ist uns gesagt, was gut ist und was Gott von uns fordert: Nicht wütendes Ankämpfen gegen alles, was ist und was noch kommen wird, nicht Hass, nicht Gewalt, sondern "Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott." (Micha 6,8)

Zwei Wege gibt es im Leben. Das hat Jesus gesagt (Matthäus 7,13), das wussten die Urchristen gut. Ich wähle ihren Weg, den des ewigen Lebens, den Weg Jesu. So weit ich denn kann.

Schön hat das Christian Fürchtegott Gellert gedichtet:

"Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Ärgernis und eine Torheit werden: so sei´s doch mir, trotz allen frechen Spottes, die Weisheit Gottes.

 

Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder, es stürzt mich tief und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde." (EG 91, 5.6)

Wo führt Demut hin?

Aus der gedankenlosen Selbstverliebtheit eines vor sich hin treibenden Lebens in die Freundschaft mit Gott hinein.

Ein schöner Tausch …

  

Hallo am 24. März 2020

Das ist gewagt ...

Wir haben in guten Zeiten mit den Kindern in Zeltlagern gerne Mutproben gemacht: Ein kleines Nachtspiel, einfach aus dem Lager als kleine Gruppe losziehen, ohne zu wissen, wo wir übernachten - und wir hatten nur einen Schlafsack und einen Rucksack mit dem Nötigsten.

Doch wir wurden nicht enttäuscht. Wir fanden Unterkunft in einem Gemeindehaus. Wir wurden gestärkt durch das Wagnis der Nachtwanderung.

Heute wagen sich andere etwas: Ich meine nicht die, die auf leeren Straßen jetzt Autorennen fahren. Ich meine nicht die, die jetzt dem Virus demonstrativ trotzen wollen und nur durch Verbote daran gehindert werden, sich selber und die Gemeinschaft in Gefahr zu bringen.

Ich meine die Rettungskräfte, die einfach helfen müssen und die keine "soziale Distanz" halten können - die wagen etwas. Und alle anderen, die die Stellung jetzt halten müssen mit einer ständigen Spannung, mit Angst und Fragen, die wagen jetzt viel.

Es ist das Wagnis der Liebe - und wer Liebe wagt, bei dem ist Gott.

Doch was ist, wenn einem dieses Wagnis nicht möglich ist, weil man nicht ins Krankenhaus, ins Pflegeheim, zur entfernten Familie oder auf die Straße zu den Obdachlosen darf?

Ich denke - es ist jetzt auch ein Wagnis, sich den eigenen Gefühlen zu stellen, die jetzt rauf und runter gehen.

Es ist ein Wagnis, sich der Familie jetzt ganz neu zu stellen.

Es ist ein Wagnis sich der eigenen Isolation und Einsamkeit zu stellen.

Es ist ein Wagnis, sich der Ohnmacht zu stellen.

Es ist ein Wagnis sich seinem eigenen Gefühlschaos zu stellen, das die neue Isolationssituation auslöst.

Dafür gab es keine ausreichende Vorbereitung durch Mutproben aus guten Tagen. Oder doch?

Die Losung heute klingt wie eine Botschaft aus guten Tagen:

"Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken" (Psalm 145,17).

Doch man muss nur einen Vers weiterlesen, dann weiß man gleich: Das ist keine Schönwetterweisheit: " Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen."

Zu Gott schreien - der blinde Bartimäus hat es getan und Jesus hat ihm geholfen.

Zu Gott schreien - da sind unsere Gebete häufig viel zu matt.

Zu Gott schreien - schreit nicht das Herz automatisch, wenn man die Sterbenden sieht und sich selbst und die, die jetzt hilflos sind, wo auch immer?

Zu Gott schreien - das muss man auch wagen.

Als ich das mein Herz tun ließ, musste ich weinen.

Doch irgendwie schien mir das richtig zu sein und ich erinnerte mich an das Wort: "Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten." (Psalm 126,5)

Solche Worte wirken zu lassen - ich halte daran fest - auch wenn ich spüre: Das ist jetzt wohl ein wirkliches Wagnis.

 

"Er hat´s gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und lässt sich gar nicht grauen." (EG 374,2, Philipp Spitta, Liedvers zur Tageslosung)

 

Hallo am 23. März 2020

Die Welt bleibt schön ...

Das sage ich nicht nur, weil es ein sehr schöner Tag ist und die Sonne scheint.

Das sage ich nicht nur, weil selbst auf dem Kniebis die Krokusse und Schneeglöckchen blühen.

Das sage ich nicht nur, weil draußen der Bäckerwagen steht und Sicherheit gibt, dass selbst hier noch etwas Normalität ist.

ich sage es, weil ich gerade vom Krankenhaus komme, wo meine Mutter nach einem Sturz vorgestern Nacht hingebracht werden musste.

Es ist schön zu hören, dass es ihr so weit gut geht und dass die Intensivstation und alle, die da arbeiten nicht nur funktionieren, sondern auch freundlich Auskunft geben; denn Besuche sind ja zur Zeit nicht möglich.

Sie sollen gesegnet sein!

Wenigstens das ist schön - wenigstens?

ich denke daran, wie sich alles langsam umordnet und wie viele da richtig gut mitmachen auf allen Ebenen.

ich denke daran, dass es schön ist, dass die Kinder so viele Bilder gemalt haben zum Thema: Unter Gottes Schutz.

Ich denke daran: Ja, wenn es hier so viel Gutes gibt - wie wunderbar ist es, dass wir auch um "die Welt" wissen, "die sich unsichtbar um uns weitet." So hat es Bonhoeffer einmal gesagt.

Deshalb die Engel der Kinder - es kann gar nicht genug gemalt werden vom Himmel und aller Himmel Heer;

denn

"Nicht alles ist abgesagt!

Der Frühling nicht,

die Sonne nicht,

Liebe nicht,

telefonieren nicht,

Freundlichkeit nicht und Hoffnung auch nicht"

"Nicht alles ist abgesagt!

Auch die Musik nicht, die gestern um 18 Uhr gemacht wurde,

auch die ermutigenden Gottesdienste nicht, die jetzt über das Internet verbreitet werden

und besonders nicht Gottes Güte, seine Gnade, seine Zuwendung und seine Liebe. 

Seine Gnade ist jeden Morgen neu ...

und: Die Welt bleibt schön - unsere Welt und auch die Welt, in der alles zu sich selber findet, was sich hier so leicht verlieren kann: Gottes Welt."

Hier die Losung, die mich zu diesen Gedanken geführt hat:

"HERR, du bist’s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist."
Nehemia 9,6

und der Lehrtext dazu:


"Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt."
Apostelgeschichte 14,17

 

Hallo am 22. März 2020

Heute melde ich mich mal nicht mit einem Kommentar zur Tageslosung.

Ich weise auf den Gottesdienst um 10 Uhr im Ringhof in Freudenstadt hin.

Er wird in Vimeo live übertragen.

 

Bleibt bewahrt - so oder so

 

Hallo am 21. März 2020

Wunderbar! - Kann in diesen Tagen etwas wunderbar sein?

Als ich die Losung und den Lehrtext gelesen habe, fiel mir sofort dieses Wort ein: "wunderbar"; denn was gab es nicht alles für Nachrichten in den letzten Tagen in der Presse, im Netz, in meinen Emailaccounts! Wunderbar war da wenig. Man kam nur schwer der Krise hinterher. Danke allen, die da jetzt gerade versuchen zu ordnen und die entscheiden müssen.

Das Leben runterfahren führt ja erst einmal zu einem beinahe gespenstischen Frieden auf den Straßen. Das habe ich von meinem Neffen aus Köln gehört.

Gott schenkt einen anderen Frieden als diesen gespenstischen Frieden, wenn es in der Losung heißt:

"Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke."

Das ist ein innerer Frieden, der ruhiger wird, je unruhiger die Fragen werden.

Vielleicht bin ich ja schon angesteckt, denke ich da. Doch ich denke auch: "Leben wir, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: Ob wir leben oder sterben - wir sind des Herrn." Römer 14,8

Und so konnte ich wieder einschlafen, nachdem mich meine Mutter um 3 Uhr Nachts geweckt  und gesagt hatte, dass sie das Gefühl hat, zu sterben.

Sie ist nicht gestorben. ich bin ein wenig müde, aber wir haben schon wieder Kaffee getrunken.

Es gilt: "Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren."

Die Vernünftigen haben viel erreicht in diesen Tagen. Sie mussten sich schweren Auseinandersetzungen stellen.

Sie müssen noch weiter schwerwiegende Entscheidungen fällen, durchsetzen und durchhalten.

ich wünsche ihnen und allen diesen Frieden, der darum weiß, dass wir nicht alles in der Hand haben, aber der doch vertraut: Nicht das Virus hat jetzt alles im Griff, sondern Gott.

Denn an seinen Frieden kommt keine Macht der Welt ran, auch das Virus nicht.

Er hat den Tod besiegt und denen, die dem auferstandenen Christus vertrauen, Frieden geschenkt.Wirklich anders als wir es verstehen können, aber doch ganz sicher und wunderbar.

Schön hat das Georg Neumark als einer derjenigen, die um diesen Frieden wissen, 1657 gedichtet:

"Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht."

Wunderbare Worte ...

Gott befohlen

Bleibt bewahrt - so oder so.

  

Hallo am 20. März 2020

Zur Tageslosung und zum Lehrtext heute muss man beinahe nichts mehr sagen. Ich kann nur staunen, wie Menschen vor 2500 Jahren, vor 2000 Jahren und vor beinahe 100 Jahren Worte des Trostes aufgeschrieben haben "in böser Zeit".

Hier ihre Worte:

 

"Der Herr deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes." aus Psalm 27,5 und "Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark." Das hat Paulus im 2. Korintherbrief, im Kapitel 12, Vers 10 geschrieben!

Karl Barth, einer der größten Theologen des 20. Jahrhunderts schrieb:

"Herr, unser Gott! Wenn wir Angst haben, dann lass uns nicht verzweifeln. Wenn wir enttäuscht sind, dann lass uns nicht bitter werden. Wenn wir gefallen sind, dann lass uns nicht liegenbleiben. Wenn es mit unsern Kräften zu Ende ist, dann lass uns nicht umkommen. Nein, dann lass uns deine Nähe und deine Liebe spüren."

 

Mein innerer Impuls blieb an allem dankbar hängen, besonders aber an dem: "dann lass uns nicht bitter werden". Manche sind an der Langsamkeit und an dem Unverständnis anderer in diesen Tagen beinahe verzweifelt oder sie sind sogar verbittert. Lasst euch nicht verbittern, sondern stark werden, je ohnmächtiger man wird; denn je mehr Menschen einen enttäuschen, desto näher kommen wir Jesus am Kreuz. Je näher wir ihm kommen, desto freier werden wir von allem, was uns bedrängt, ärgert, zur Verzweiflung bringt, müde macht und verbittert. Die Liebe ist langmütig, sie duldet alles, sie trägt alles, sie hält alles aus und hört nie auf oder steht immer wieder auf.

In der Liebe - da will ich bleiben.

Sie ist die Hütte und das Zelt.

In die Liebe befehle ich die Ängstlichen, Bedrängten, Tapferen an den aktuellen Fronten von Apotheke, Krankenhaus, Pflege- und Rettungsdiensten, an den Kassen und Regalen und auch alle anderen, besonders auch die, die schon betroffen sind in Krankheit, Arbeitsplatzsorgen, Betriebssorgen, politischen und gesellschaftlichen Kümmererstellen, und die, die immer noch nicht verstanden haben.

Denn nur in der Liebe Christi findet die Macht des Bösen keinen Ansatzpunkt mehr in unseren Seelen.

Nur die Liebe führt uns ganz ruhig wieder dem Nächsten entgegen.

Das glaube ich jedenfalls.

 

Hallo am 19. März 2020

"Der Herr wandte sich Israel wieder zu um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob und wollte sie nicht verderben …" 2. Könige 13,23

Das gilt auch heute für unser ganzes Land! Wenn zwei oder drei beten für die Stadt, wendet sich Gott uns zu.

Wenn fünf "Gerechte" im Ort sind, die still ihre Hoffnung setzen auf unseren Gott, wendet sich Gott uns zu.

Das bedeutet nicht, dass wir alle an der Epidemie vorbeikommen. Aber es breitet sich wie von selbst ein Geist der gegenseitigen Hilfe aus, der uns stärker macht.

Heute hat Freudenstadt eine Hilfsplattform eingerichtet. Kniebis hat einen Hilfskreis, der schon bereit steht zu helfen.

Beten, bereit sein, helfen, ruhig bleiben.

Wenn Gott sich zuwendet lässt er das alles entstehen.

Bleibt bewahrt - so oder so. 

 

Hallo am 18. März 2020!

Die Losung heute (Es wartet alles auf dich, HERR, dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. … Psalm 104,27) hat mich darauf gebracht zu fragen: Wenn Gott uns Speise gibt zu seiner Zeit und wenn wir darauf warten: Welche Speise könnte das in Coronazeiten sein? Natürlich aus Glaubenssicht auch Speise für die Seele: Gute (Bibel-)Worte, die trösten und Mut machen. Aber dann ist mir auch eingefallen: Wie wäre es, wenn die Grundschulkinder, die ich normaler in Religion unterrichte und die jetzt nichts zu tun haben, zu Hause ein Bild malen zum Thema "Unter Gottes Schutz" oder "Für Oma und Opa male/bete ich gerne!"?

Ich habs angeregt und bin gespannt, was kommt. Rückmeldungen kamen schon. Speise für die Augen, etwas Buntes in die angespannte Lage hineinmalen, ein Gebet sehen. Ist doch gut.

Schön auch dass sich überall Nachbarschaftshilfen bilden, die sich um die materielle Versorgung kümmern.

 

Warum wir verzichten:

Guter Text. Habe ich gerade erhalten:

 

Corona: Italien ist ein paar Wochen voraus, aber das alles kommt gerade auch zu uns
Lernen wir zu verstehen: Das hier ist ein Kampf gegen unsere Gewohnheiten und gegen ein Virus.
Das hier ist die Chance, einen Notfall in einen Wettkampf der Solidarität zu verwandeln.
Ändern wir unsere Art zu sehen und zu denken.
Nicht mehr: "Ich habe Angst, mich anzustecken" oder "Ich habe keine Angst, mich anzustecken", sondern: wir sind diejenigen, die die ANDEREN schützen.
Du bist mir wichtig.
Ich halte für dich Abstand.
Ich wasche meine Hände - für dich.
Ich streiche die Reise - für dich.
Ich verzichte auf das Konzert - für dich.
Für dich, der du auf der Intensivstation liegst.
Für dich, der du alt und gefährdet bist, dessen Leben aber genauso wertvoll ist wie meines.
Für dich, der du gegen den Krebs kämpfst und jetzt nicht auch noch dagegen kämpfen kannst.
Bitte: Heben wir den Blick.
Alles andere ist unwichtig.

 

 

 

Pfr. Mathias Kraft

 

15. März 2020

 

 

 

Coronavirus und die Antwort des Glaubens

Ökumenisches Hausgebet Formular Woche 2

Einfaches Hausgebet in Coronazeiten für Einzelne

 

Wie Glauben auf das Coronavirus reagiert 1

Wie Glauben auf das Coronavirus reagiert 2

Wie Glauben auf das Coronavirus reagiert 3

Wie Glauben auf das Coronavirus reagiert 4

 

 

Gebet 1:

Gott gib uns Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern können,

den Mut, Dinge zu ändern, die wir ändern können

und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.

(nach: Friedrich Christoph Oettinger)

 

Gebet 2:

Gott, stehe uns bei!

 

Gebet 3:

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen.

Lehre uns daran festzuhalten: Nichts kann uns trennen von deiner Liebe

Lehre uns ganz neu zu leben im Angesicht der Seuche;

denn du bist unsere Burg.

Du bist unser Trost.

Du bist der Weg.

Du bist Licht und Heil.

Du bist das ewige Leben.

Du kennst die Macht des Todes.

Du hast uns im Kreuz ein Zeichen aufgerichtet, vor dem alles still werden kann.

Und du hast deinen Engeln befohlen, dass sie uns behüten auf allen Wegen.

Wir befehlen dir an:

Die Kranken und Sterbenden und die, die schon gegangen sind;

Die, die sie begleitet haben und noch begleiten;

Die, die jetzt in besonderen Diensten ganz neu gefordert sind;

Die, die jetzt nur abwarten können;

Die, die nur noch unruhig sind;

Die, die besonders bedroht sind.

Die, die das alles nicht verstehen oder verstehen wollen.

Heile die Wunden der Welt und lass uns die nicht vergessen, die im Schatten der großen Ereignisse auf dein Heil hoffen.

Dein Name sei gelobt.

Amen

 

Gebet 4:

Ich denke auch an die, die an der Kasse im Supermarkt sitzen und an alle, die die Versorgung sichern. Gute Fahrt auf den Straßen! Geduld an den Grenzen!

Bleibt bewahrt!

 

Gebet 5:

Ich denke an die in häuslicher Isolation. Ich weiß schon von einigen um Freudenstadt.

 

Gebet 6:

Ich denke auch an die Obdachlosen und an die, die sich um sie jetzt große Sorgen machen. Zu Hause bleiben sollen wir. Wo finden sie ein zu Hause?

 

Gebet 7:

(Das habe ich geschrieben, als mich jemand fragte, ob die Kirche nicht jetzt auch zur Buße aufrufen sollte)

Allmächtiger, barmherziger Gott, lieber Vater im Himmel!

Hilf uns dazu, dass wir die Zeit der Coronakrise als Zeit der Besinnung nutzen.

Zeig uns, wo wir gegenüber Fehlentwicklungen zu zaghaft gewesen sind.

Schenke uns Mut und gib uns die Worte, die jetzt helfen können, uns und andere auf deinen Weg und zu deinen Weisungen zurückzuführen.

Lass uns nicht verloren gehen. Lass auch unsere Gesellschaft nicht verloren gehen.

Stärke die Kräfte des Gemeinsinns.

Hilf zu erkennen, wo unsere Hilfe gefragt ist – auch im Ruf zur Umkehr.

Und wenn wir zu keinem gemeinsamen Weg finden, -

lass uns gemeinsam vor dem Kreuz und vor dem Weg Jesu Christi still werden.

Auf ihn schauen – mach das jetzt groß.

Auf dich vertrauen – schenk darin Ernst.

Deinem Geist die Herzen öffnen – hilf uns dazu.

Und sieh ob wir auf bösem Wege sind und leite uns auf ewigem Weg.

Das bitten wir im Namen deines Sohnes Jesus Christus, unserem Herrn

Dein Name sei gelobt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildergalerie zum Thema "Unter Gottes Schutz", gemalt von Kniebiskindern in den ersten Tagen der Coronazeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahreslosungslied 2020 

Halleluja

 

(Text von Stefan Itzek nach dem Lied „Halleluja“ von Leonard Cohen)

 

Nach einer jüdischen Inschrift im Warschauer Ghetto:

 

 Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint. 

Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht spüre.

Ich glaube an Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe.

 

 

 

1. Ich glaube an das Licht der Welt, das alle Finsternis erhellt. Ich glaube an die Sonne in der Nacht.

Ich glaube, dass dein Wort uns führt in allem, was uns tief berührt, und deshalb sing ich einfach Halleluja:

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

2. Ich glaube, dass du Liebe bist, und dass du, Gott, das Leben liebst, auch wenn es so oft selber sich zerstört.

Die Liebe bleibt in Ewigkeit, ist stärker als die Macht der Zeit – und deshalb sing ich einfach Halleluja:

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

3. Ich glaube ohne dich zu sehn, halt mich an dir fest ohne zu verstehn; denn Jesus am Kreuz heilt anders als die Welt.

Du hast uns dort ins Herz gelegt, was ewig ist, was ewig trägt, so kann ich einfach singen Halleluja

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

4. Ich glaube fest: Du lässt mich nicht, wenn auch so mancher Traum zerbricht. Du hältst ja alles Fallen, in der Hand.

Du bleibst mein Gott in Leben und Tod, in Glück und Unglück, Freude und Not, in allem sing ich einfach Halleluja

 

Lied zur Jahreslosung 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! – Markus 9,24

 

 

 

Suche Frieden und jage ihm nach.

Psalm 34,15

 

Jahreslosung 2019 (mp3 Jahreslosungslied - einfach anklicken)

 

Noten zum Jahreslosungslied - einfach anklicken

 

Bibelworte zum Frieden - einfach anklicken

 

Gebete zum Frieden - einfach anklicken

 

Gruß zum Jahr mit der Jahreslosung - einfach anklicken

 

 

In einem Gespräch sagte mir jemand:

Es ist doch verrückt, an Gott zu glauben -

und ich antwortete ihm:

Vielleicht macht sich die Gesellschaft damit verrückt, nicht an Gott zu glauben.

 

Unruhig ist mein Herz in mir, bis es ruht in Gott (Augustin) -

Menschen haben das erfahren und halten daran fest trotz allem Wahnsinn, den die Welt verbreitet, geduldig und in einer stillen Hoffnung darauf, dass es eine Zeit geben wird, in der allen Menschen klar wird, worauf sie bisher verzichtet haben. Eine Zeit, in der wir endlich aufatmen können und die Fragen des Lebens gelöst sind, und die Unruhe zu einem Frieden mit sich selbst, mit dem Leben und mit Gott verwandelt sein wird.

Bildergalerie Quellen Kniebis

Quellen Kniebis Diashow

Veröffentlicht am 30.04.2018
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Eselsbrunnen Kniebis im Winter

Aus welchen Quellen schöpfen wir?

Veröffentlicht am 02.02.2018

Aus welchen Quellen schöpfen wir?

Aus Fake-News?

Aus anerkannten Medien?

Aus eigenem Ermessen?

Aus Fantasybüchern, wissenschaftlichen Publikationen, alten Sagen und Mythen?

Aus dem Mainstream und wenn: Aus welcher Quelle speist sich eigentlich dieser Strom?

Oder: Aus der Weisheit Gottes?

Aus Gott schöpfen ist der einzige Garant dafür, lebendiges Wasser zu schöpfen, das nicht irgendwie schnell verdunstet und uns durstiger zurücklässt als vorher.

Aus Gott schöpfen heißt: Seine Worte wahrnehmen, über ihnen sinnen Tag und Nacht, Jesus Christus als lebendiges Wort Gottes betrachten, dem Geist Gottes eine Chance zu geben.

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Verwurzelt in der Liebe Gottes

Veröffentlicht am 08.08.2014
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