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Predigten:

Singen in und gegen Verschlossenheit - Paulus und Silas im Gefängnis oder: Die Geschichte von der verschlossenen Tür, 29.4.2018

Der tat der Herr das Herz auf ... - Lydia, 23.2.2014

Rauch im Wind - Jahreswechsel 1.1.2015

Verwurzelt - 9.8.2015

Jahreslosung 2018: „Gott spricht: Ich will

dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6.

Lieder und Gedanken:

Jahreslosungslieder

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Bibelworte und Gesangbuchlieder Quelle

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Jahreslosungslied 2018 

nach: Gott spricht: ich will dem Durstigen geben von der Quelle lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6

 

1. Wie ein Strom fließt der Segen durch die Zeiten,

findet seinen ihm bestimmten guten Lauf.

Er schenkt Kraft, tröstet dort, wo Menschen leiden,

wo er fließt, blühen Land und Leben auf.

 

2. Dieser Strom fließt wie Frieden durch die Herzen,

stillt den Lebensdurst, schenkt Freude, macht uns Mut.

Füllt die Leere, lindert Bitterkeit und Schmerzen,

gibt Geduld, stärkt die Hoffnung, tut uns gut.

 

Refrain: Gottes Geist gibt dem Strom beständig Wasser -

dieses Wasser ist lebendig, klar und rein.

Wer aus dieser Quelle trinkt, an ihr ruht, sein Leben bringt,

wird getragen von der Kraft des Segens sein.

 

3. Jesus Christus ist die Quelle allen Lebens,

schenkt uns Weisheit, die den Willen Gottes liebt.

Wer im Kreuz nach Frieden sucht, sucht nicht vergebens,

weil er aus der Liebe schöpft, die uns vergibt.

 

4. Gottes Geist, fülle Du uns neu mit Leben.

Wo wir arm an Güte waren, mach uns reich!

Hilf uns, dass wir uns aus allem Staub erheben

und uns tragen lassen bis in Gottes Reich!

 

Bridge:

Aus dem Garten Gottes strömt noch immer Leben.

Aus dem Heiligtum fließt Heilung in die Zeit.

Unerschöpflich wie ein Bach an unsern Wegen

führt uns Gottes Liebe bis in Ewigkeit.

 

 

Jahreslosungslied 2017 

nach: Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ezechiel 36,26

 

1. Ein neues Herz, wenn alte Lasten drücken,

ein neuer Geist gibt Gottes Segen Raum;

und kalte Herzen sehnen sich nach Wärme,

es taut das Eis, es wird sein wie im Traum - wenn Gott erlöst.

 

Refrain: Wenn Gott erlöst, dann schenkt er neues Leben.

Wenn Gott erlöst, wird auch die Erde neu.

Wenn Gott erlöst – Wir werden es erleben: In seinem Reich, in Ewigkeit.

 

2. Ein neues Herz, wo vorher nur noch Leere,

ein neuer Geist, schafft Gutem neuen Raum.

Erstarrte Herzen lassen sich erweichen.

Sie werden mild, es wird sein wie im Traum - wenn Gott erlöst.

 

3. Ein neues Herz, das weiß um Gottes Treue, ein neuer Geist, der Gottes Willen liebt,

er weist den Weg zu seinen guten Worten, und kehrt zurück zur Heimat, die er gibt –

wenn Gott erlöst. Refrain

 

4. Ein neues Herz von gutem Geist umgeben,

ein neuer Geist, er macht die Enge weit,

trägt still sein Kreuz, weil Jesus es getragen,

und bleibt geborgen wie in Ewigkeit - wenn Gott erlöst.

 

 

Jahreslosungslied 2016 nach: Ich will euch trösten wie einen (s)eine Mutter tröstet,  Jesaja 66, 13 - Stefan Itzek

 

Refrain: Wie eine Mutter tröstet so scheint dein Licht in der Dunkelheit.

Wie eine Mutter tröstet

so spricht dein Wort zu mir.

 

1. Und alle Schatten vergehen - vor dir bestehen sie nicht.

Du hast die Welt mit Licht erhellt, das unser Dunkel durchbricht.

Und alle Wunden, sie heilen,

wenn mich dein Geist berührt.

Du kennst mein Herz, heilst jeden Schmerz,

Du hast ihn selber gespürt.

 

2. Du hältst uns fest in den Armen, sagst zu uns: Alles wird gut.

Was Schlimmes war, wird leicht und klar,

Du schenkst uns neuen Mut.

Du kennst die Ohnmacht des Lebens,

am Kreuz hieltst du sie aus.

Durch alle Not, durch Leid und Tod weist uns deine Liebe nach Haus.

 

3. Und alle Tränen vergehen - Kein Leid und Krieg wird mehr sein.

Du nimmst uns mit, führst Schritt für Schritt durch alles in dein Reich hinein.

Da ist das Leben zu Hause -

Ein Tisch gedeckt vor mir.

Du lädst uns ein bei dir zu sein - Du öffnest uns immer die Tür.

 

 

Jahreslosungslied 2015 

nach: Nehmt einander an wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Römer 15, 7 - Stefan Itzek

 

Refrain: Nehmt einander an wie Christus es getan.

Nehmt einander an zu Gottes Lob.

Nehmt einander an wie Christus es getan.

Nehmt einander an zu Gottes Lob.

 

1. Christus heilte viele Kranke.

Er hat Schwachen gut getan.

Wo sie schon verloren waren, blieb er stehn und nahm sie an,

Christus ließ die Kinder Kind sein, sprach: So solln alle sein!

Jedes Kind in jedem Menschen lädt er ein.

 

2. Christus kam den Armen nahe, denen, die im Dunkel stehn.

Alle auf verlornen Wegen

konnten Licht und Liebe sehn.

Christus sprach die Sanften glücklich,

Friedensbringer solln wir sein.

Alle die am Unrecht leiden, lädt er ein.

 

3. Christus ließ die Menschen leben.

Er nahm ihre Vielfalt an.

Da wo alles nur noch eng war,

hat er Türen aufgetan.

Christus hat am Kreuz vergeben, unsre Sünden wurden sein.

Herzen, die Versöhnung suchen, lädt er ein.

 

 

Jahreslosungslied 2014 nach: Gott nahe zu sein ist mein Glück - Psalm 73, 28 - Stefan Itzek

 

Gott nahe zu sein ist mein Glück vor ihm weicht alles Leid zurück.

Gott nahe zu sein ist mein Glück Tag und Nacht.

Gott nahe zu sein ist mein Glück die Macht der Welt - sie bleibt zurück.

Im Nahesein ist mir mein Glück still erwacht.

 

2. Er ist nah, wenn ich mich nicht verstehe.

Er ist nah in Güte und Geduld.

Er ist da, wenn ich vor Scham vergehe.

Gott ist Liebe, nimmt mir meine Schuld.

 

3. Er ist nah, hat sich an mich gebunden.

Er ist nah, weiß was mein Herz bewegt.

Er ist da, ich hab mein Glück gefunden.

Frieden hat er mir ins Herz gelegt.

 

4. Gott, ich danke dir von ganzem Herzen.

Jesus teilte deine Liebe aus,

Teilte unsre Freude, unsre Schmerzen.

Durch sein Kreuz führt mich dein Geist nach Haus.

 

 

 

 

 

 

 

 



Himmelfahrt, 4. Reihe 2018

Kurzpredigt:

Warum wird mit der Himmelfahrt Christi etwas befreiend Schönes für uns gesagt?

Weil uns mit diesem Ziel des Himmels ein Sehnsuchtsort geschenkt ist, der nicht nur rein und von Leichtigkeit und Freundlichkeit durchflutet ist. Mit dem Himmel ist uns ein Sehnsuchtsort gewiesen, der unzerstörbar und ewig ist.

Ablauf

  • Vorspiel
  • Votum + Begrüßung mit dem Wochenspruch: Johannes 12,32 - Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
  • Lied 501, 1-4 – Wie lieblich ist der Maien
  • W 726 Psalm 47

Schlagt froh in die Hände, alle Völker,

und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall!

Gott fährt auf unter Jauchzen,

der Herr beim Hall der Posaune.

Lobsinget, lobsinget Gott, lobsinget, lobsinget unserm Könige!

Denn Gott ist König über die ganze Erde; lobsinget ihm mit Psalmen!

Gott ist König über die Völker, Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.

Die Fürsten der Völker sind versammelt als Volk des Gottes Abrahams;

denn Gott gehören die Starken auf Erden;

er ist hoch erhaben.

  • Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist…
  • Gebet – Stilles Gebet
  • Schriftlesung - Lukas 24,44-53

… Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden, und sprach zu ihnen: So steht's geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Fangt an in Jerusalem und seid dafür Zeugen. Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe. Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

  • Lied 123, 1-4 – Jesus Christus herrscht als König
  • Predigttext:  Offenbarung 1,4-8 - Gruß an die sieben Gemeinden

Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

  • Lied - Leicht wie Wind
  • Dank - Fürbittgebet - Vater unser
  • Abkündigungen – Gesammelt wird für den Gemeindebrief und die Öffentlichkeitsarbeit
  • Lied: 135, 1+4+7 – Schmückt das Fest mit Maien
  • Segen - Nachspiel

 

Predigt:

Warum wird mit der Himmelfahrt Christi etwas befreiend Schönes für uns gesagt?

Weil uns mit diesem Ziel des Himmels ein Sehnsuchtsort geschenkt ist, der nicht nur rein und von Leichtigkeit und Freundlichkeit durchflutet ist. Mit dem Himmel ist uns ein Sehnsuchtsort gewiesen, der unzerstörbar und ewig ist.

Und dieser Sehnsuchtsort hat bewegende Kraft. Nicht nur, dass sich heute viele Menschen in die Natur ziehen lassen würden, wenn das Wetter besser wäre.

Für die Israeliten vor über 3000 Jahren in der Sklaverei Ägyptens war es das verheißene Land. Die Sehnsucht danach hat sie nie verlassen – bis heute nicht.

 

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ Dieses Zitat wird dem französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry zugeschrieben.

 

Jesus hat mit seinem Weg in den Himmel der Sehnsucht nach dem, was rein, gut, ewig und voller Frieden ist, einen Weg gewiesen, einen Weg geöffnet; denn vorher war dieser Weg trotz aller Suchenden - auch der Suche des Volkes Israel - verschlossen. Und ohne ihn bleibt den Suchenden der Weg verschlossen.

 

Ein Dichter sagte zu dieser Sehnsuchtshoffnung einmal: „Wer jene Hoffnung gab verloren und böslich sie verloren gab, der wäre besser ungeboren; denn lebend wohnt er schon im Grab.“

 

Helmut Schmidt sagte einmal: Menschen, die von Visionen sprechen, gehören zum Psychiater. Aber erleben wir nicht im Moment genau das Gegenteil: Die Visionen nehmen ab und die Menschen werden krank?

 

  • Jesus Christus ging in den Himmel, um uns dorthin zu ziehen aus allem Zwiespalt des Lebens heraus.
  • Jesus Christus ging in den Himmel, um uns allen immer näher sein zu können als es ein Mensch sein könnte. Und wenn es sein muss, ist er da, trägt, tröstet und führt uns, er oder seine guten Mächte.

 

Ich habe diesem Reich Jesu, das im Himmel und manchmal hier bei uns ganz nahe ist, jedenfalls ein Lied geschrieben. Und auch wenn Melodie und Text Geschmacksfrage sind, so ungesund scheint es mir nicht zu sein; denn es spricht denen, die in ihrem kaputten Leben ganz allein mit sich beschäftigt sind, Befreiung und Leichtigkeit zu im Namen Jesu Christi.

 

Leicht wie Wind

Deutscher Text von Stefan Itzek nach „Butterfly“ von Danyel Gerard

 

1. Wie ein Traum lebt bei uns eine Welt, wo nur Liebe aus Gott alles füllt.

Wo du leben kannst in Harmonie und keine Schmerzen sind - frei und doch geborgen wie ein Kind.

 

Refrain: Leicht wie Wind, ganz rein und klar wird, was schwer, was dunkel war.

Gott will uns zur Liebe ziehn - und die Schatten müssen fliehn.

 

2. Da ist ewiges Leben wie Licht. Da sind Worte wie: Fürchte dich nicht!

Einmal wird es wahr, der Weg ist frei und Jesus starb dafür:

Wenn er kommt, dann öffnet sich die Tür.

 

3. Jeden Tag führt dein Geist mich zu dir, tröstet trotz aller Fehler in mir.

Er schenkt neuen Mut zum guten Weg, zum Aufstehn´ aus der Schuld,

mitzuziehn´ in Güte und Geduld.

 

 

Bildergalerie Quellen Kniebis

Stefan Itzek - Mosaiksteine zum christlichen Glauben

Jahreslosung 2018: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6.

Quellen Kniebis Diashow

Veröffentlicht am 30.04.2018
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Eselsbrunnen Kniebis im Winter

Aus welchen Quellen schöpfen wir?

Veröffentlicht am 02.02.2018

Aus welchen Quellen schöpfen wir?

Aus Fake-News?

Aus anerkannten Medien?

Aus eigenem Ermessen?

Aus Fantasybüchern, wissenschaftlichen Publikationen, alten Sagen und Mythen?

Aus dem Mainstream und wenn: Aus welcher Quelle speist sich eigentlich dieser Strom?

Oder: Aus der Weisheit Gottes?

Aus Gott schöpfen ist der einzige Garant dafür, lebendiges Wasser zu schöpfen, das nicht irgendwie schnell verdunstet und uns durstiger zurücklässt als vorher.

Aus Gott schöpfen heißt: Seine Worte wahrnehmen, über ihnen sinnen Tag und Nacht, Jesus Christus als lebendiges Wort Gottes betrachten, dem Geist Gottes eine Chance zu geben.

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Veröffentlicht am 23.11.2014

Wenn alles vergeht - Gedanken zum Ewigkeitssonntag 2014

Predigttext: 2.Petr 3,8-13

8 Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.

9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.

10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden.

11 Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, 12 die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden.

13 Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.

 

Warum wird der letzte Tag so gewaltig ausgemalt?

Weil  alle Menschen mit all ihrer Macht dagegen anbauen, anreden, versuchen sich abzusichern.

Das ist ein ewiges Spiel: Die Menschen bauen ihre Türme zu Babel gegen die Vergänglichkeit. Die Vergänglichkeit holt sie ein.

Die Menschen bauen wieder auf – am Vulkan, am Meeresufer, die Schutzmauern gegen die Flut, gegen den Lavastrom und gegen die Lawine – und die Flut wird größer, der Vulkan ist stärker, irgendetwas geschieht, womit man nicht gerechnet hat.

 

Das wussten schon die Menschen damals. Und sie hatten dabei architektonische Wunder vor Augen, die heute noch als die Weltwunder gelten.

 

Eigentlich sind nur die Pyramiden in Ägypten halbwegs heil übrig geblieben. Alles andere sind faszinierende Trümmer. Auch die schönen Ruinen der Burgen in Europa.

Sie bestätigen was unser Text sagt: Der Tag des Endes kommt. Nicht erst irgendwann. Er war ja schon da – für die Majakultur oder die Inkakultur, wo wir überhaupt noch keine Ahnung haben, warum sie einfach so verschwunden sind.

 

„… dann werden die Himmel vergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke werden ihr Urteil finden…“

 

Auch Pforzheim und Freudenstadt und Berlin und Dresden brannten und fanden ihr Urteil.

Und dieses Urteil war schlimm. Es war hart. Es war unaussprechbar. Aber es war auch befreiend. Es fand nämlich ein Neuanfang statt, von dem wir immer noch leben.

Wären die Zeiten nicht vergangen, das Neue hätte keinen Weg gefunden sich zu entwickeln. Aber wie das geschieht und gelenkt wird, das ist bis heute nicht entschlüsselt. Es bleibt ein Geheimnis Gottes.

 

Ich denke, dass die meisten überhaupt keine Schwierigkeit haben diesen Tag zu sehen. Die meisten warten irgendwie darauf, dass da irgendetwas kommt, was die Welt verändert. Wir schauen gespannt auf die Lavaströme auf Hawai, auf die Überschwemmungen, Erdbeben, politischen Verschiebungen. Alle tun das. Und alle warten.

Worauf aber warten die, die an keinen Gott glauben, der aus dem Schlimmsten, was kommt, das Beste machen kann?

 

Es ist ja in vielen Geschichten, Büchern und Filmen durchgespielt. Doch die meisten Filme enden in Trostlosigkeit. Das war es dann für die Menschheit, genauso wie halt für die Dinosaurier.

 

Christen warten auch. Aber sie warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach Gottes Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. Sie warten darauf dass all die vergeblichen Schutzmaßnahmen, dass all die Hochkultur mit ihren vielen Fehlern, dass all das ein Ende haben wird und ein befreiendes Urteil finden wird.

 

Dann werden wir befreit sein von den Kriegen und den Versuchen dagegen anzukämpfen. Dann werden wir befreit sein von der Ungerechtigkeit, die in der Welt ist. Dann werden wir befreit sein von unserer eigenen inneren Zwiespältigkeit, dem Schwanken zwischen Gutem und Bösem.

 

Und dieser befreiende Tag wird kommen wie ein Dieb – völlig unerwartet. So wie ja manche Krankheit und mancher Tod, obwohl schon gewusst, doch immer wieder unerwartet kommt.

 

Wie stehen wir dann da?

 

Ich war vor einer Woche beim hundertjährigen Jubiläum der Adventisten in Bad Wildbad. Es sind Christen wie wir, eine Freikirche, die speziell die Naherwartung stark betont. Ich habe mich gefragt: Was wünsche ich einer christlichen Gemeinschaft, die diesen Tag eigentlich immer erwartet haben und sich weiter danach sehnen?

Wünsche ich ihnen einfach so weitere hundert Jahre? Das geht doch nicht.

 

Mir fiel eine Geschichte ein, die uns allen in einem liebevollen Geist weiter helfen kann.

 

Vorfreude

„Bitte, warten Sie hier!“ sagte ich zu dem Blinden und ließ ihn an einer verkehrsgeschützten Ecke des Großstadtbahnhofs allein.

Ich wollte ihm das Gewühl ersparen auf dem Weg zum Schalter, zur Auskunft, zur Fahrplantafel.

Zurückkehrend sah ich ihn schon von weitem stehen, während die Menschen an ihm vorbeihetzten, ein Kind ihn anstarrte, ein Gepäckkarren einen Bogen um ihn fuhr und ein Zeitungsverkäufer fast scheu wieder von ihm wegging.

Er stand ganz still, der Blinde.

Auch ich musste ein paar Augenblicke stehenbleiben. Ich musste sein Gesicht anschauen. Die Schritte um ihn her, die unbekannten Stimmen, die Geräusche des lebhaften Verkehrs schienen für ihn keine Bedeutung zu haben. Er wartete.

Es war ein ganz geduldiges, vertrauendes Warten. Es war kein Zweifel auf dem Gesicht, dass ich etwa nicht wiederkommen könnte. Es war ein wunderbarer Schein der Vorfreude darin: er würde bestimmt wieder bei der Hand genommen werden.

Ich wusste auf einmal: So müsste eigentlich das Adventsgesicht der Christen aussehen.

 

Heinz Schäfer, aus „Blätter, die uns durch das Jahr begleiten“, zum 4. Dezember

 

"Ich weiß nicht, wieviele Jahre ich der Gemeinde noch wünschen soll", sagte ich; "aber dass diese Freude und dieses Vertrauen lebendig bleibt, das wünsche ich ihnen."

Nicht nur die Adventisten warten.

Auch ich warte auf eine Welt, in der alle zugeben: Wir verstehen nicht, wir sind wie blind, aber wir vertrauen darauf, dass Jesus wieder kommt und uns an der Hand nimmt und aus dem nicht verständlichen Gewühl unseres Lebens herausführt.

Ich warte auf eine Welt, in der die Mächtigen sich an der Hand nehmen lassen und in der sie zurecht gebracht werden.

Ich warte auf eine Welt, in der all unsere Versuche selbst zurecht zu kommen ihr Urteil finden.

Und dieses Urteil heißt: Neuanfang.

Es wird nach dem Schlimmsten weiter gehen. Das ist unsere Hoffnung – im Kleinen oder auch im Großen. Und es wird befreiend sein und gut.

 

Auch in einem der schönsten Texte der Bibel und unseres Glaubens ist ja das Ende als befreiend angedacht.

 

1.Korinther 13,1-13 - Das Hohelied der Liebe

1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.

3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.

4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,

5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,

6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;

7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.

9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.

10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.

13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

 

Ich weiß nicht, wann der Tag des Zorns kommt (so wird er ja genannt: dies irae/Tag des Zorns).

Aber bis dahin sind wir nicht verurteilt zur Resignation. Uns bleiben Glaube und Hoffnung und Liebe – und wenn die Liebe zu einem Menschen bleibt, auch wenn er schon gegangen ist, ist das nicht unendlich viel wert?

 

Wenn alles vergeht: Das Wesentliche bleibt und wird einen wunderbaren Neuanfang erleben.

Darauf warten wir.

 

 

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Verwurzelt in der Liebe Gottes

Veröffentlicht am 08.08.2014
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Bilderwettbewerb Quellen -

Im Gottesdienst am 23.9.2018 auf dem Kniebis wollen wir Bilder von Quellen, Brunnen und Bäche rund um Freudenstadt und Kniebis zeigen.
Fotos, Videos oder selbst gezeichnet oder gemalt – alles ist möglich.
Wir werden schöne Preise verteilen, vielleicht von den Mineralquellen, die uns umgeben, vielleicht auch andere. Alle sind eingeladen - Kindergärten, Schulen, Vereine, Einzelne!
Wir freuen uns auf eine schöne Quellenpräsentation!

Bitte bis zum 10.9.2018 an das Gemeindebüro senden!

Gemeindebuero.Freudenstadt.Stadtkirche@elkw.de